Bulldog, Dampf & Diesel in Leipzig am 1. und 2. Juli 2017

79oktan hatte das Glück, im ersten Jahr seines Bestehens sogleich auf dem nur alle zwei Jahre stattfindenden Treffen der Lanzfreunde Sachsen präsent sein zu dürfen. Insider wissen es natürlich – „Leipzig“, wie es kurz und knapp genannt wird, ist ein Pflichttermin für alle, die alte Traktoren, Landmaschinen, aber auch Lastkraftwagen und Standmotoren lieben.

 


Und das weitläufige Gelände, auf dem vielleicht manches ausgestellte Fahrzeug schon vor 40 Jahren auf der „agra“ präsentiert wurde, gab Aktiven und Besuchern Raum für ein breites motorhistorisches Spektrum. Ob es die fachkundige Technikpräsentation des Vereinschefs Marc Nürnberger war, die Vorführungen auf dem Areal der Standmotorenfreunde mit Klettersäge und Co., ein Teilemarkt der Superlative, oder einfach die geballte Präsentation der über 1000 Fahrzeuge – hier war für Jeden etwas dabei.

Traktoren aller Art in allen möglichen Erhaltungszuständen beeindruckten tausende Besucher und erfreuten die Fahrzeugbesitzer, unter denen wir erstaunlich viele jüngere Aktive ausmachen konnten. Sie hielten Ausschau mit glänzenden Augen, kreisten im eigenen Bulldog oder ZT 323 über den Platz oder erklärten im Fachgespräch z. B. ihren „besser-als-neu“ restaurierten Famulus.

Eine Sonderschau mit patinierten Originalen machte uns ob der präsentierten Schätze staunend. Wenige Ruinen und viele unrestauriert-funktionsfähige Traktoren standen dort beieinander. Für uns besonders beeindruckend war eine Lanz-Raupe, die von einem engagierten Fahrer fachkundig in Bewegung gesetzt wurde.

Weitere Raritäten und was ganz Spezielles gab es natürlich auch: Ein 1908er Dampf-Traktor der Marke Ruston, Proctor Company aus dem englischen Lincoln, der von Familie Derksen aus Vierlingsbeek in Holland mit einem Aufwand von ca. 4500 Stunde restauriert wurde. Welch ein Schmuckstück, das mit seinen 13,5 Tonnen behutsam bewegt werden muß. Ebenfalls auffällig originell ist der K 700 A, den Ronny Reinhardt aus Siegersleben im Maßstab 1:2 nachgebaut hat.

 

Bilder und Text: Rolf Mahlke

Redaktionelle Bearbeitung: Rüdiger Thiess