Trophys & Trophäen - Sonderausstellung MZ-Motorräder aus Sachsen im Verkehrsmuseum Dresden

MZ-Motorräder aus Sachsen 1952-2005 (läuft noch bis zum 6. August 2017)

 

Sie waren DIE Motorräder der DDR: Exportschlager , robuste Alltagsbegleiter und von ihren Fans liebevoll „Emme“ genannt. Heute sind die blauen Qualmwölkchen und das charakteristische Zweitakt-Knattern der Motorräder aus der Erzgebirgsstadt Zschopau eine Seltenheit geworden.

 

Einst feierten sie unter der Marke MZ große Erfolge. Die begehrten Zweitakter eroberten die Welt und rollten in 100 Ländern auf den Straßen. Auch im Rennsport gehörten die Maschinen aus Zschopau lange Zeit zur Weltspitze. Allein in den sechziger Jahren gewann das Enduro-Team der DDR auf MZ sechs Mal die legendären Six Days, das bis heute wichtigste und härteste Sechs-Tage-Motocross-Rennen der Welt. Nach der begehrten Renn-Trophäe erhielten alle MZ-Motorräder der Baureihen ES und ETS den Beinamen „Trophy“ bzw. „Trophy-Sport“. Bis 1989 gehörte MZ zu den größten international en Motorradherstellern. Insgesamt verließen 2,5 Mio Motorräder das Werk in Zschopau.

 

Seit 2013 ist die sächsische Traditionsmarke endgültig Geschichte. Es war ein Abschied auf Raten, der mit der Privatisierung des volkseigenen Unternehmens nach der Wende 1990 begann und den auch zahlreiche Wiederbelebungsversuche nicht aufzuhalten vermochten.

 

Im Verkehrsmuseum Dresden wird ab dem 11. Februar 2017 die MZ-Historie wieder lebendig. In beeindruckender Weise ist ein Querschnitt der breiten MZ-Produktpalette, die 30 Baureihen und MZ-Sonderausführungen umfaßte, ausgestellt. 33 Serienmotorräder, Rennmaschinen und Gespanne, aber auch Sondermodelle im Staatsdienst aus der Zeit von 1959 bis 2005 sind zu sehen, ergänzt durch umfangreiches Bildmaterial, Filme und historische Dokumente.

 

Anlass für die Ausstellung sind zwei Jubiläen. Vor 95 Jahren wurde bei DKW in Zschopau, der Wiege und Hochburg des Motorradbaus in Deutschland, das erste motorisierte Zweirad gebaut. Sechs Jahre später stieg das Werk zum größten Motorradhersteller der Welt auf. An die DKW-Erfolge konnte das in der DDR 1952 staatseigen gewordene Unternehmen Motorradwerk Zschopau (MZ) anknüpfen. Mit der ES, im Volksmund „Eisenschwein“ genannt (denn sie wog stolze 150 kg), wurde vor 60 Jahren der Markenname MZ aus der Taufe gehoben.  Zum erfolgreichsten Modell avancierte die Baureihe ETZ, die neben den wesentlich verbesserten Fahreigenschaften durch ein völlig neues Design überzeugte. Die MZ ETZ lief 550.000 Mal vom Band und wurde in der DDR zum Verkaufshit und ein Exportschlager.

 

MZ-Motorräder waren auch im Ausland beliebt. Im hohen Norden Finnlands und unter der sengenden Sonne Afrikas rollten die Zweitakter zur Zufriedenheit ihrer Besitzer. Hauptabnehmer in Osteuropa waren Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien und die UdSSR. Die Ausfuhr in westliche Länder erfolgte nach England, Dänemark, in die BRD und in die USA. Ende der siebziger Jahre lieferte MZ auch nach Iran, Irak und Ägypten, später auch nach China, um nur einige zu nennen. In einzelnen Ländern, wie z. B. Kuba, sind MZ-Motorräder heute immer noch der Renner.

 

MZ-Maschinen erlangten bereits zu DDR-Zeiten Kultstatus und nach wie vor haben sie in Deutschland eine große Fangemeinde, in der die Tradition der Marke gepflegt wird. Viele Fans haben ihre persönlichen Erlebnisse mit dem Zweitakter aufgeschrieben. Sie sind Teil der Ausstellung.

 

 

 

Begleitprogramm:

 

 

 

Kostenlose Führungen mit dem Kurator der Ausstellung (ohne Voranmeldung)

 

24. Juni

 

15. Juli

 

6. August

 

jeweils 15.00 Uhr

 

 

Darüber hinaus werden Vorträge und Schraubergespräche stattfinden, zu denen sie herzlich eingeladen sind.

Die Termine werden auf der Homepage des Verkehrsmuseums und in der Tagespresse veröffentlicht.

 

http://www.verkehrsmuseum-dresden.de/de/trophys-und-trophaeen.html

 

 

Pressekontakt:

 

Martina Richter

 

Tel.: 0351 8644131

 

Mobiltel.: 0151 55032125

 

martina.richter@verkehrsmuseum –dresden.de

 


Trophy 1969 (Quelle: Archiv Verkehrsmuseum Dresden)

DDR-Tankstelle in den 1960er Jahren

(Quelle: Archiv Verkehrsmuseum Dresden)



MZ-Team bei den Six Days in Spindlermühle, 1963 (Quelle: Archiv Verkehrsmuseum Dresden)


„Indien“: MZ-Motorräder waren im Ausland sehr beliebt. 1961 bis 1971 lieferte MZ 257.000 Stück in 65 Länder der Welt, auch nach Indien. (Quelle: MZ Museum Augustusburg)


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